Von Hollywood nach Pankow

Von Hollywood nach Pankow

Hanns Eisler und die Frauen

 

Von den Nazis ins amerikanische Exil gezwungen, aus den USA als „Karl Marx der Musik“ ausgewiesen, in der DDR des „Formalismus“ verdächtigt: In seinem Gang durch die Jahrhunderte landete Hanns Eisler, Zwölftonkomponist der ersten Stunde und kongenialer Brecht-Vertoner, meistens zwischen Stuhl und Bank. Dabei hatte er – brillanter Kopf auf kugelrunder Figur – das Glück, an seiner Seite ebenso schöne wie intelligente und tatkräftige Frauen zu haben. In seinen erst seit kurzem zugänglichen Briefen lernen wir Eisler als äußerst spontanen Menschen kennen, gleichermaßen vehement in seiner Liebe wie in seinen Abneigungen. „Von Hollywood nach Pankow“ verknüpft Briefmaterial mit Liedern zu einem musikszenischen Abend, in dem über die Persönlichkeit Hanns Eislers hinaus „das Zeitalter der Extreme“ (wie Eric Hobsbawm das 20. Jahrhundert nannte), erfahrbar wird.

 

Mit: Christoph Keller (musikalische Leitung und Klavier), Graziella Rossi, Anna von Schrottenberg, Helmut Vogel (Spiel und Gesang), Heinrich Mätzener (Klarinette)