LIEBE ARBEIT EXIL

LIEBE ARBEIT EXIL

Ein Weill/Eisler – Liederabend

Der szenisch-musikalische Abend über Liebe und Exil mit Texten und Musik von Kurt Weill und Hanns Eisler verfolgt die fast diametral entgegengesetzte Entwicklung auf dem Weg ihrer erfolgreichen Anfänge in Berlin bis zum Leben im Exil – vom bissigen Dreigroschen-Chanson über die zwölftönige Parodie auf das klassische Lied bis zum jazzigen Broadway-Song.

Mit dem Kontrabass als Figur auf der Bühne, die als Liebhaber angespielt wird, aber auch als zweites Begleitinstrument neben dem Klavier erscheint, gewinnt der Abend seine ganz eigene kreative Komponente der szenischen Umsetzung.

Anna von Schrottenberg – Schauspiel, Gesang

Matt Rubenstein – Klavier

Johanna Hasse – Regie

 

Vorstellungen:

Premiere am Samstag, 5. September 2015, 20 Uhr; Schwartzsche Villa Berlin

26.11.2015 Evangelische Akademie Tutzing; 13.12.2915 und 14.&15.4.2016 monsuntheater Hamburg; 2.Juli2016 Galerie Behrens, Premnitz

Gefördert durch die Kulturförderung vom Kulturamt Steglitz-Zehlendorf; Dezentrale Kulturarbeit – Bezirkskulturfonds

 

Presse:

Rezension in „hamburgtheater“ am 17.4.2016

Integriert oder heimatlos?

Die Sängerin Anna von Schrottenberg hat eine riesige Tasche mit Sekundärliteratur mitgebracht, die sie erstmal auspackt. Überall ragen kleine Fähnchen aus den zahlreichen Büchern heraus. Der Abend über Hanns Eisler und Kurt Weill könnte also länger werden als erwartet. Doch Schrottenberg gibt Entwarnung: Nur die Themenfelder Liebe, Arbeit und Exil werden heute in den Blick genommen. Eine klare Eingrenzung also! So geht es im schnellen Wechsel zwischen den Liedern der beiden Musiker, kleinen biographischen Erläuterungen und Zitaten von ihnen und über sie in chronologischer Abfolge durch ihr bewegtes Leben.    (…)

Die Lieder, die von Schrottenberg zu der exzellenten Begleitung durch den Pianisten Matthew Rubenstein mit Witz, Ausdruck und Souveränität vorträgt, geben Einblick in die unterschiedlichen Stimmungslagen, Haltungen und Lebensauffassungen von Eisler und Weill. So erschaffen von Schrottenberg und Rubenstein unter der geschickten Regie von Johanna Hasse eine kurzweilige, informative und sehr stimmungsvolle Musikperformance, in der Schrottenbergs Kontrabass als kurviges Gegenüber keine unwesentliche Rolle spielt.

Birgit Schmalmack vom 17.4.16

http://www.hamburgtheater.de/printable/03c198a5ee1286c01.html